Die anhaltenden Gewalttaten linksextremer Gruppen gegen politische Gegner und unbeteiligte Bürger sind längst zu einem strukturellen Problem geworden. Sie erscheinen nicht als zufällige Ausbrüche, sondern als Ausdruck eines Milieus, das politische Einschüchterung als legitimes Mittel betrachtet. Die politische Reaktion darauf ist geprägt von selektiver Empörung und ideologischer Blindheit. Während rechte Gewalt mit maximaler medialer und politischer Wucht verurteilt wird - die es vergleichsweise nicht mehr gibt, wird linksextreme Gewalt relativiert, verharmlost oder in moralische Narrative eingebettet, die sie als ‚notwendigen Widerstand‘ verklären.
Förderprogramme, NGOs und parteinahe Initiativen schaffen ein Umfeld, in dem radikale Akteure agieren können, ohne dass eine klare Abgrenzung erfolgt. Dadurch entsteht der Eindruck eines politischen Machtblocks, der bestimmte Formen der Gewalt stillschweigend duldet oder zumindest in Kauf nimmt. Wer die Methoden der autonomen Antifa nüchtern betrachtet, erkennt Muster, die an historische Straßenmilizen erinnern: moralische Selbstüberhöhung, Entmenschlichung politischer Gegner, strategische Einschüchterung und die Bereitschaft, politische Opposition zu beschädigen.